Reverse Charge MwSt.: Rechnung und Beispiele

Kurze Einleitung: Reverse Charge verlagert die Steuerschuld vom Lieferanten auf den Kunden. Der Lieferant weist die Steuer nicht wie gewohnt aus. Klingt schlank, bringt aber natürlich eigene Bürokratie mit. Wäre ja sonst verdächtig.

Was Reverse Charge bedeutet

Beim Reverse-Charge-Verfahren stellt der Lieferant eine Rechnung ohne ausgewiesene MwSt.; der Kunde behandelt die Steuer nach den geltenden Regeln. Das gilt nur für bestimmte Fälle.

Was sich in der Berechnung ändert

Der Rechnungsbetrag kann dem Nettobetrag entsprechen. Die Steuer erhöht nicht den Zahlungsbetrag an den Lieferanten, muss aber beim Kunden berücksichtigt werden.

Formel

Praktisches Beispiel

Bei einer Leistung über 1.000,00 € mit 22 % fügt der Lieferant keine 220,00 € MwSt. hinzu. Der Kunde berechnet die Steuer nach dem Reverse-Charge-Mechanismus.

Prüfungen vor der Rechnung

Prüfe Umsatzart, Beteiligte, Land, erforderlichen Hinweis und den Steuer-Code im System. Software ist gehorsam, nicht hellsichtig.

Praktische Zahlenbeispiele

FAQ

Bedeutet Reverse Charge 0 % Steuer?

Nein. Die Steuer wird nicht vom Lieferanten berechnet, sondern beim Kunden behandelt.

Gilt Reverse Charge für alle B2B-Umsätze?

Nein. Nur für bestimmte Fälle.

Welchen Satz nutze ich im Rechner?

Den Satz, der für den Umsatz gelten würde, auch wenn die Lieferantenrechnung keine Steuer ausweist.

Empfohlene interne Links

Vorsichtiger Steuerhinweis

Mehrwertsteuersätze und Behandlungen können sich ändern; je nach Ware, Dienstleistung oder Land gibt es Ausnahmen. Prüfe vor der Verwendung in Rechnung oder Meldung den aktuellen Satz, das Land und die Art des Umsatzes anhand aktueller Quellen.

VAT rates and rules can change. Always verify with the official tax authority before filing or invoicing.